Kommunikation verbessern: Praktische Tipps für die Kommunikationsfähigkeit

Portrait von Dr. Matthias Wolter

Autor
Dr. Matthias Wolter

Vom Hauptschüler zum Dr. und vom Burnout zur Berufung.
“Wissen hilft. Können entscheidet.”

Ohne effektive Kommunikation geht es auf Dauer nicht! Weder beruflich noch privat ist es langfristig möglich, mit Kollegen oder Mitmenschen erfolgreich und mit Freude zurecht zu kommen. Dafür, dass kommunikative Kompetenzen wichtig und hilfreich  sind, erfolgt das Erlernen dieser so wichtigen Skills jedoch oft nur als ein Nebenprodukt. In der Kindheit werden die guten (aber auch die weniger guten) Vorbilder kopiert. In der Schule, im Studium oder in der Ausbildung ist das Erlernen der Kommunikationsfähigkeit oft nur ein Nebenfach. Selbst in Berufen, in denen die Fähigkeit zur effektiven Kommunikation einen Goldstandard darstellt.


Aus diesen Gründen werden viele Mitarbeiter nachgeschult. In eintägigen Seminaren oder länger angelegten Maßnahmen. Oft rechnet sich die Investition in die Teammitglieder. Vielen Studien weisen nach, dass eine gute Kommunikationskultur die Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit steigern kann.  

Das Wesentliche in Kürze

  • Kommunikationsfähigkeit ist die Kompetenz, die notwendig ist, alltägliche aber besonders herausfordernde Gespräche effektiv und erfolgreich führen zu können.
  • Je besser, transparenter, verständlicher, mitarbeiterorientierter und präziser die Kommunikation in Unternehmen geführt wird, desto weniger Fehler und Konflikte werden mutmaßlich auftreten. Es kommt eher zu einer verbesserten Zusammenarbeit, höheren Motivation, geringeren Krankenstand, zu mehr Veränderungsbereitschaft und einer stärkeren Identifikation mit dem Unternehmen.
  • Unter diesen Gesichtspunkten ist es für Unternehmen förderlich, Kommunikationstrainings für Ihre Führungskräfte und Mitarbeitende anzubieten Dabei sollte auf Inhalte, Didaktik, Trainerkompetenz und Nachhaltigkeit geachtet werden.
  • Konflikte müssen geführt werden, sonst ist es so wie bei Zahnschmerzen: Wenn man nichts macht, wird es selten besser. Um Konflikte lösungsorientiert führen zu können, braucht es einen gut gefüllten kommunikativen Methodenkoffer.
  • Wer seine Kommunikationsfähigkeit verbessern möchte,  sollte zum einen effektive und praxisnahe Techniken und Strategien auswählen. Und zum anderen darauf achten, dass diese auch zu Ihrer Persönlichkeit und Ihren Kompetenzen passen.

Video: Wie Sie unter Stress effektiv kommunizieren können

Dr. Matthias Wolter von Kompetenz Sieben (ehemals I-GSK) zeigt in dem Video, wie Sie auch unter Stress effektiv kommunizieren können.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Was bedeutet Kommunikationsfähigkeit?

Kommunikationsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit, mit verschiedenen Personen in unterschiedlichen privaten oder beruflichen Kontexten effektiv, wertschätzend, nachvollziehbar und respektvoll zu kommunizieren. Dazu zählt, seine Überlegungen, Ideen, Gedanken oder Gefühle und Bedürfnisse verstehbar auszudrücken. Einer der wichtigsten Techniken hierbei ist das Aktive Zuhören, verbunden mit dem Willen und der Fähigkeit zum Perspektivwechsel. Missverständnisse oder Konflikte sollten zeitnah, gezielt und mit Bedacht bearbeitet werden.

Die Kommunikationsfähigkeit beinhaltet die verbale (Semantik, Sprachgeschwindigkeit, etc.) und nonverbale Kommunikation (Mimik, Gestik, Stand, Hände etc.) sowie weitere Einflussfaktoren.

Je nach Situation und Anlass gilt es, unterschiedliche Aspekte der Kommunikationsmittel- und stile gezielt einzusetzen. Ganz wie es die Gesprächssituation bedarf.

Welche Arten von Kommunikation gibt es?

In der Literatur findet man unterschiedliche Hauptarten der Kommunikation:

  • Verbale Kommunikation: Unser Gesprächspartner nimmt wahr, was wir inhaltlich von uns geben. Ob mit Lauten, Seufzen und vor allem mit Worten. Im Alltag scheint es so, dass wir uns mehr auf das Gesagte fokussieren.
  • Nonverbale Kommunikation:  Es sind unsere Körpersignale, die kommunizieren. Dazu gehören Mimik, Gestik, Blickkontakt, der Lidschlag, Körperhaltung, der Stand, der Gang oder wie wir sitzen u.v.m. In der Literatur wird dieser Ebene eine gleiche oder gar wichtigere Bedeutung gegeben.
  • Paraverbale Kommunikation: Hierbei geht es um die Art und Weise wie wir stimmlich kommunizieren. Dazu gehören die Lautstärke, Tonhöhe, Sprachmelodie, das Sprechtempo, Rhythmus, Betonung sowie Sprechpausen, Lachen oder Seufzen.
  • Visuelle Kommunikation: Hier spielen Bilder oder visuelle Elemente, wie Anzeigen, Bildelemente, Zeichnungen, Emojis, Fotos, Diagramme oder Videos eine Rolle.
  • Schriftliche Kommunikation: Es geht hierbei um Geschriebenes, wie Bücher, E-Mails, Texte, Homepages & Blogs, Verträge, Whats App, Social Media Einträge, Notizen etc.  
  • Extraverbale Kommunikation: Der Blick wird in diesem Fall auf den Kontext gelegt, mit Blick auf unsere Wirkung und Botschaft. Es umfasst u.a. Kleidung, Styling, Geruch, Make-up, Frisur oder Zeit und Ort.

Über die Kanäle der nonverbalen und paraverbalen Kommunikation werden häufig deutlich mehr Informationen vermittelt als über die verbale Kommunikation. Es erscheint uns vielmals nicht so, denn diese Informationen werden oft nicht bewusst wahrgenommen und interpretiert. Daher liegt in diesem Bereich sowohl für den Sender als auch Empfänger in der Kommunikation ein großes nicht genutztes Potential. Eine andere Herangehensweise zur Wirkung von Kommunikation findet man im Vier-Seiten-Modell von Schulz von Thun (Sach-, Selbstoffenbarungs-, Beziehungs-, Appell-Ebene). Schulz von Thun erklärt die Funktionsweisen innerhalb einer Nachricht.

Gezeichnete Figuren stellen unterschiedliche Posen dar. Jede Pose drückt etwas aus zum Beispiel Nachdenken, Ablehnung, Ratlosigkeit
Es gibt höchst unterschiedliche Stilmittel in der verbalen und nonverbalen Kommunikation.

Warum ist Kommunikation im Unternehmen so wichtig?

Sehr viele Prozesse in einem Unternehmen oder im zwischenmenschlichen Bereich werden durch Kommunikation initiiert, diskutiert, gelenkt oder beendet. Kommunikation ist DAS zentrale Zahnrad im Getriebe eines Unternehmens. Ohne geht es nicht. Selbst die KI braucht Aufgaben und Definitionen, die im Vorfeld oder während eines Prozesses besprochen und kommuniziert werden müssen. Gibt es keine oder eine unzureichende Kommunikation bzw. Kommunikationskultur, sind Streit, Konflikte, Missverständnisse oder Fehler vorprogrammiert. Was wiederum auf die Arbeitskultur und die Produktivität negativ einzahlt.

Folgende Punkte zeigen, warum eine effektive und dem Arbeitsplatz angemessene Kommunikation hilfreich oder essenziell wichtig ist:

  • Prävention von Fehlern: Jeder kennt es wahrscheinlich aus seinem Berufsleben, dass fehlende oder falsche Informationen, Intransparenz, Flurfunk, zu viele oder zu wenige Informationen zu Fehlern und Konflikten führen. In der Literatur ist zu lesen, dass über 80 % der Fehler am Arbeitsplatz mit unzureichender Kommunikation zu begründen sind.
  • Konflikte im Unternehmen: Wenn Mitarbeitende Veränderungen am Arbeitsplatz erleben, kann es ihnen Stress machen. Die Menschen werden unruhig, weil sie zu Recht oder Unrecht das Gefühl haben, zu wenige Informationen über das WARUM, WIE, WER, WANN, WO zu bekommen. Ein Mangel an Informationen, das Gefühl der Intransparenz löst gemeinhin Unsicherheit und Ängste aus, die wiederrum in unterschiedliche Stressreaktion münden.
  • Frustration & Demotivation: Wenn Mitarbeitende um ausreichende Informationen kämpfen müssen, damit sie ihren Job richtig machen können, ist es auf Dauer frustrierend. Ebenso wenn durch Intransparenz Fehler gemacht werden (samt gehörigem Anpfiff), dann ist Frustration nicht weit. Von dort aus ist es nur noch ein kleiner Schritt in die Demotivation, die sich wiederum auf andere Mitarbeiter übertragen kann.

Praxis statt Theorie. Seit über 20 Jahren.

Mehr als 100.000 Teilnehmende, über 5.000 Trainings und 99,9 % 5-Sterne-Rezensionen bei Google.

Erfahren Sie, wer zu unserer Kundschaft gehört und wie die Teilnehmenden das Training erlebt haben.

Erfahrungen ansehen

Wie man es in Unternehmen kommunikativ besser machen kann

  • Orientierung und Transparenz: Die Mitarbeitende wissen, was auf sie zu kommt. Die Gründe für Veränderungen werden besser nachvollziehbar und sind dadurch eher zu akzeptieren.
  • Bessere Zusammenarbeit: NotwendigeInformationen werden schnell und transparent vermittelt. Zu viele Informationen sind nicht hilfreich. Durch die präzise Weitergabe von Informationen werden Missverständnisse, Reibungsverluste und Fehler reduziert.
  • Sicherheit schafft Vertrauen: Eine transparente und umfassende Informationsweitergabe erfüllt das soziale Bedürfnis der Menschen nach Zuverlässigkeit. Dadurch kann sich das Vertrauen in die Mitarbeiter, ins Team und die Führung deutlich verbessern. Und dem dysfunktionalen Flurfunk oder der Gerüchteküche Einhalt geboten werden.
  • Motivation steigt: Mitarbeitende die sich mitgenommen und beteiligt fühlen, haben oft eine höhere Motivation. Sie fühlen sich als ein wichtiges Teil des Unternehmens. Es schafft eine stärkere Bindung zum Team und zum Gesamtunternehmen.
  • Konflikte früher erkennen: Durch Transparenz werden latente Konflikte schneller erkennbar und können im Team oder durch Führungskräfte zeitnah bearbeitet werden. Die ineffektivsten Konflikten in Unternehmen sind sicherlich die, die im Flurfunk, über Gerüchte, Intrigen oder in den sozialen Medien geführt werden.
  • Veränderungsfähigkeit: Durch stetigen Austausch (zu den relevanten Themen) mit den Teammitgliedern, dem Akzeptieren anderer Sichtweisen und dem Eingeständnis von Fehlern, können Widerstände reduziert und Konflikte frühzeitig reduziert werden. Als Folge werden Ideen eher geteilt, es gibt mehr offenes Feedback, die Kreativität im Team oder Unternehmen steigt.
  • Identifikation mit dem Unternehmen: Die Mitarbeiterbindung verbessert sich. Das Unternehmen kann sich als attraktiver Arbeitgeber, mit einer positiven Außenwirkung und Unternehmenskultur präsentieren.

Was sind Grundregeln der Kommunikation?

Die wichtigste Grundregel lautet: Kommunizieren Sie so, dass es wahrscheinlicher wird, dass Sie Ihre Ziele erreichen. In dieser doch sehr simplen Aussagen steckt etwas Bedeutendes: Es gibt keine kommunikative Strategie oder Technik, die immer funktioniert. Daher können die „Fünf Kommunikationstricks die IMMER funktionieren“ nur bedingt empfohlen werden.  Denn sie wirken nicht in allen Situationen gleichermaßen, nicht bei bestimmten Menschentypen, es hängt u.a. von den  Zielen oder Bedürfnisse des Gesprächspartners ab sowie den jeweiligen Kontexten. Und letztlich hängt es von auch Ihnen ab.

  • WER sind Sie? Was sind Ihre Stärken oder wunde Punkte?
  • WER ist Ihr Gesprächspartner? Ihr Chef? Ein wütender Kunde? Ein wütendes eigenes Kind? Eine Freundin? Ein Bekannter? Ein Fremder?  Ein Kollege, den Sie mögen oder verabscheuen?
  • WAS sind Sie? In welcher Stufe der beruflichen Hierarchie stehen Sie? Was ist Ihre „Position“ in der Familie?
  • WO sind Sie? Im Unternehmen? Im Büro? In der Werkhalle? Im Bus? Oder auf einer Demo?
  • WARUM? Um welches Thema handelt es sich? Möchten Sie eine Lösung? Brauchen Sie Hilfe? Braucht man Sie zu einer Lösung?
  • WIE? Wie ist das aktuelle Vorgehen? Gibt es eine moderierte Unterhaltung? Ist es ein Brainstorming? Passiert alles spontan und chaotisch? 
2 Köpfe stehen sich gegenüber, als Gehirne sieht man ein Zahnrad und ein buntes Irgendwas. Die Köpfe sind nicht echt, sondern schwarz ausgefüllt.
Je schwieriger und unterschiedlicher die Ausganglage ist, desto effektiver muss die Kommunikation sein.

Hilfreiche Gesprächsstrategien für einen kollegialen Austausch

Sie merken, mit Grundregeln ist das so eine Sache. Zu viele Einflussfaktoren verbieten es häufig, Pauschalstrategien anzupreisen. Gleichwohl gibt es bestimmte Techniken und Strategien, die häufig hilfreich sein können. Wir stellen Ihnen einige vor:  

1. „KISS“-Regel – Keep It Short and Simple: Vermeiden Sie eine Sprache, die kaum jemand  versteht. Nicht alle Mitarbeiter sprechen sehr gutes Englisch. Auch neue Manager-Marketing-Begriffe (Brand Identity, Target Costing/Pricing) oder wirres „Denglisch“ („Life is no ponyfarm”) kann zu Verwirrungen führen. Vermeiden Sie auch unnötige Fachbegriffe oder zu viele Abkürzungen.    

Stattdessen: Konkrete, einfach zu verstehende Handlungsaufforderungen. Lassen Sie sich den Kerninhalt Ihrer Aussage ggf. zusammenfassen (keine Prüfung!), um abzugleichen, ob es so verstanden wurde, wie Sie es gemeint haben.

2. Schaffen Sie Transparenz – Sorgen Sie für Offenheit: Die Arbeitsatmosphäre in einem Team oder im gesamten Unternehmen kann sich durch Gerüchte, Flurfunk oder Geheimniskrämerei massiv verschlechtern. Eine Einflussnahme im Nachhinein ist oft schwierig.

Stattdessen: Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden bei wichtigen Änderungen wie Umstrukturierungen, Entlassungen, Strategiewechsel frühzeitig und direkt. Antizipieren Sie mögliche Gerüchte.

3. Umgang mit Fehler: Verfolgen Sie bei Fehlern nicht mit aller Energie den „einen“ Schuldigen.  

Stattdessen: Etablieren Sie eine Kultur, die Fehler nicht gut findet, aber akzeptiert, dass sie passieren. Das primäre Ziel muss sein, dass über Fehler offen gesprochen wird, damit sich der Fehler nicht wiederholt. Nicht möglichst schnell einen Schuldigen zu finden.  

4. Wertschätzung und Respekt: Versuchen Sie, sich bei Fehlverhalten der Mitarbeitenden nicht von Ihrem Ärger, Ihrer Wut oder dem Druck und Stress, unter dem Sie stehen, leiten zu lassen.

Stattdessen: Bleiben Sie möglichst respektvoll und wertschätzend, auch wenn es schwerfällt. Setzen Sie dazu unbedingt ICH-Botschaften ein, damit das Gespräch nicht zu einem Tribunal wird. Formulieren Sie Kritik möglichst oft unter vier Augen.

5. Hören Sie gut und aktiv zu: Führen Sie insbesondere in Konflikten keine Monologe, belehren Sie Ihre Mitarbeitenden nicht von oben herab.

Stattdessen: Lassen Sie Ihre Gesprächspartner ausreden (auch wenn es schwerfällt) und lassen Einwände oder Kritik zu. Akzeptieren Sie, dass es andere Meinungen gibt (auch wenn es Ihnen erst einmal nicht gefällt). Stellen Sie Rückfragen oder Verständnisfragen. Sie können sich dadurch versichern, ob Sie alles richtig verstanden haben. Setzen Sie immer wieder Zusammenfassungen ein.

6. WIE kommuniziert wird: Viele Konflikte werden über Mails oder Messanger geführt. Oft keine gute Idee, da u.a. der Ton oder die Mimik des Gegenübers nicht mit versandt wird. So sind einer falschen Interpretation und Missverständnissen Tür und Tor geöffnet.

Stattdessen:  Je wichtiger, komplexer oder emotionaler ein Thema oder Konflikt ist, desto mehr ist ein persönliches Gespräch (oder Video-Meeting) wichtig bis notwendig.

7. Feedbackkultur: Mitarbeitenden möchten wissen, woran sie sind. Wie Ihre Arbeitsleistung gesehen wird. Sind sie für Weiterbildungen oder Beförderungen vorgesehen? Wirft man Ihnen etwas vor? Wenn ja, was und warum? Wenn Sie dazu nichts rückmelden, können sich eigene Interpretationsmuster festsetzen („Ich bin sowieso an allem schuld!“).Stattdessen: Geben Sie sachliche und konkrete Feedbacks. Nutzen Sie hierzu Ich-Botschaften. Versuchen Sie sachlich zu argumentieren. Setzen Sie Lob und Kritik möglichst ausgewogen ein. Machen Sie keine falschen Versprechungen und seien Sie glaubwürdig. Führen Sie regelmäßige Feedbackgespräche durch.

Effektive Kommunikation ist trainierbar

Wenn Sie im Alltag schwierige Gespräche erleben, brauchen Sie keine Theorie, sondern Werkzeuge, die sofort funktionieren.

Sichern Sie sich jetzt eine kostenlose Beratung und erfahren Sie, welches Training zu Ihrer Berufsgruppe passt.

Training zur Verbesserung der Komunikation anfragen

Interne und externe Kommunikation im Arbeitsalltag: Was kann man  tun?

Strukturelle Konflikte und Probleme können in Unternehmen oft durch eine gut durchdachte Organisation oder andere, bessere Prozesse gemindert oder gelöst werden. Streit und Konflikte zwischen Mitarbeitenden sind oft, weil menschlich komplexer, schwieriger und nachhaltig zu lösen. Oft treffen subjektive Haltungen und Meinungen aufeinander, die ein „richtig“ und „falsch“-Denken stark befördern. Das kann zu unterschiedlichen Emotionen führen, die wiederrum rationale Konfliktlösungsstrategien deutlich erschweren können.

Gewichtige Gründe für einen Streit zwischen Mitarbeitenden können wie folgt sein:

  • Organisatorische & strukturelle Gründe: Unzureichende Informationsweitergabe, fehlende Transparenz. Teams und Abteilungen arbeiten weitestgehend isoliert. Unzureichende Informationsweitergabe, fehlende Transparenz. Teams und Abteilungen arbeiten weitestgehend isoliert. Unklare Verantwortlichkeiten. Unproduktive, schlecht strukturierte oder zu lange Meetings.
  • Intransparenz: Wichtige Informationen werden zurückgehalten oder nur selektiv weitergegeben. Unvollständige oder widersprüchliche Informationen. Updates werden nicht an alle relevanten Personen weitergegeben. 
  • Unterschiedliche Wahrnehmungen:  Wahrnehmungen werden unterschiedlich interpretiert. Annahmen statt Nachfragen. Persönliche Erfahrungen leiten die Interpretation.
  • Unterschiedliche Interpretationen: In einem Gespräch oder Konflikt können der Tonfall, die Gestik oder Mimik unterschiedlich bewertet werden. Rückfragen werden dabei nicht gestellt. Es kann zu vorschnelle Bewertungen kommen.
  • Interpersonelle Konflikte: Die Mitarbeitenden können sich einfach nicht leiden oder zwischen ihnen steht ein älterer, aber nicht bearbeiteter Konflikt. Machtkämpfe behindern ein gutes Miteinander.
  • Interkulturelle Konflikte: Sprachbarrieren. Interkulturelle Perspektiven können eine einheitliche Werteausformung und den Handlungsrahmen erschweren.
  • Unterschiedliche Werte: Persönliche, politische oder religiöse Haltungen und Meinungen können zu verschiedenen Verständnissen führen.
  • Kommunikationsstile: Es können direkt kommunizierende Mitarbeiter auf eher zurückhaltende Mitarbeiter stoßen. Jemand kommt zu sofort auf den Punkt, jemand anderes braucht erst etwas Small Talk. Der eine argumentiert sehr sachlich, das Gegenüber eher emotional.
  • Zuhören: Ständiges Unterbrechen ist eine der sichersten Methoden, einen Konflikt zu initiieren. Ein Nicht-Zuhören kann die Verständigung massiv stören und zu Missverständnissen, Verwirrung aber auch zu Wut und Frust führen. Antworten, ohne dem Anderen überhaupt zugehört zu haben.
  • Emotionen und Stress: Wut, Angst, Ärger, Frust oder Kränkungen können massiv Einfluss auf die Kommunikation nehmen. 
  • Empathieverlust: Insbesondere unter massiven Stress kann zunehmend die Empathiefähigkeit verloren gehen. Was zu fehlendem Einfühlungsvermögen und einer verminderten Sensibilität für die Bedürfnisse anderer führt. Der Focus liegt bei sich selbst und seinen Empfindungen.
  • Unzureichende Feedbackkultur: Es gibt kein Feedback untereinander oder strukturierte Angebote für konstruktives Feedback. Rückmeldungen sind nicht eindeutig oder verspätet.
  • Hierarchie: Bei Vorgesetzten ist man aus mehreren Gründen oft in einer weniger starken Position. Es gibt Hemmungen, etwas Kritisches zu formulieren oder Angst vor negativen Konsequenzen. Man ist vom guten Willen des Vorgesetzten abhängig.  
  • Technische Probleme: Störungen oder falsche Nutzung digitaler Tools, Distanz und unterschiedliche Arbeitsumgebungen (z. B. in hybriden Teams). 

Tipps und Strategien, um die Kommunikation zu verbessern

Die Aussage „Viele Wege führen nach Rom“ trifft auf dieses Kapitel besonders zu. Denn die „richtigen“ Tipps und Strategien zu finden ist schwierig. Wenn Sie Lehrer in einer Problemklasse sind, einen heftigen Konflikt mit Ihrem Lebenspartner haben, jemand Sie nachts betrunken in einer dunklen Seitenstraße anschreit, Ihr Chef Sie kritisiert oder Sie haben tagesaktuell sehr gute oder sehr schlechte Laune. Was wären aus Ihrer Sicht in allen Situationen die „richtige“ Technik? Wir glauben, es gibt sie nicht. Es braucht vielmehr eine situative Methodenvielfalt auf Grundlage Ihrer Fähigkeiten.

Dennoch gibt es einige, eigentlich sogar recht viele Techniken und Strategien, die funktionieren oder das Problem kleiner machen können. Wir möchten Ihnen einige in aller Kürze vorstellen. Wir haben die Techniken bunt gewürfelt präsentiert, da schwierige Gesprächssituationen auch nicht nach Plan verlaufen.

Die Aussage „Viele Wege führen nach Rom“ trifft auf dieses Kapitel besonders zu. Denn die „richtigen“ Tipps und Strategien zu finden ist schwierig. Wenn Sie Lehrer in einer Problemklasse sind, einen heftigen Konflikt mit Ihrem Lebenspartner haben, jemand Sie nachts betrunken in einer dunklen Seitenstraße anschreit, Ihr Chef Sie kritisiert oder Sie haben tagesaktuell sehr gute oder sehr schlechte Laune. Was wären aus Ihrer Sicht in allen Situationen die „richtige“ Technik? Wir glauben, es gibt sie nicht. Es braucht vielmehr eine situative Methodenvielfalt auf Grundlage Ihrer Fähigkeiten.

Dennoch gibt es einige, eigentlich sogar recht viele Techniken und Strategien, die funktionieren oder das Problem kleiner machen können. Wir möchten Ihnen einige in aller Kürze vorstellen. Wir haben die Techniken bunt gewürfelt präsentiert, da schwierige Gesprächssituationen auch nicht nach Plan verlaufen.

  • Hören Sie gut zu (und vor allem aktiv): Wenn Sie jemanden in einem Gespräch nicht anschauen, den Blickkontakt vermeiden und Ihre Mimik 0% Regung zeigt, dann werden Sie sehr schnell bemerken, dass es negative Rückmeldungen gibt. Zu Recht! Haben Sie eine Mimik, in der sich wichtige Aussagen widerspiegeln, Sie den Blickkontakt Ihres Gegenübers suchen und „Aha“-Laute sowie Rückfragen und Zusammenfassungen zulassen, wird es mit Sicherheit ein anderes, besseres Gespräch.
  • Tempo raus: In einem schwierigen Gespräch wird das Tempo im Gespräch häufig deutlich schneller (es denn, jemand sagt nichts mehr). Je schneller der Schlagabtausch, desto schwächer werden häufig die Argumente. Nutzen Sie z.B. die 3-Sekunden-Regel: Bevor Sie antworten, atmen Sie drei Sekunden durch. Das stoppt das Tempo (zumindest bei Ihnen) und Ihr rationaler Verstand hat die Chance, sich wieder in das Gespräch einzubringen.   
  • Bleiben Sie sachlich: So sehr es Sie auch reizt, dem anderen einen Spruch „zu geben“, es wird die Situation für Sie im Anschluss nicht einfacher machen.
  • Unterscheiden Sie den Gesprächs- oder Konfliktpartner: Bevor Sie die „richtige“ Technik auswählen, überlegen Sie was für ein „Typ“ vor Ihnen agiert. Was ist das Ziel oder Motiv / Bedürfnis? Möchte sich jemand wichtig machen? Oder lieber unbedingt Recht bekommen? Ist die Person nachvollziehbar emotional oder rastet jemand aus? Agiert die Person manipulativ mit narzisstisch-orientierten Konfliktmustern oder eher plump und durchschaubar? Je treffsicherer Sie mit Ihren Einschätzungen sind, desto effektiver wird Ihr Zugriff auf Ihre Gesprächstechniken.
  • Setzen Sie (nicht zu viele) Fragen ein: Um ein Gespräch zu lenken ist der Einsatz unterschiedlichster Fragetechniken sehr zu empfehlen. Oft wird zurecht auch die W-Fragen hingewiesen:  
    • Wer? – Wer hat Sie denn so genervt? 
    • Was? – Was ist genau passiert, dass Sie sich so ärgern? 
    • Wann? – Wann ist das … passiert?
    • Wo? – Wo ist das ,,, passiert? 
    • Wie? – Wie kam es zu dem Streit? 
    • Wozu? – Welchen Zweck hatte … es aus Ihrer Sicht? 

Ein zu viel an Fragen kann aber auch nervend sein. Jeder hat es wahrscheinlich schon einmal erlebt, dass zu viele Fragen ein Gespräch erschwerten.  

  • Wählen Sie einen angemessenen Abstand: Ein geeigneter Abstand wird bei Ihrem Lebenspartner sicher ein anderer sein als bei Ihrem ungeliebten Nachbarn. Denken Sie daran, in Ihren Nahbereich dürfen nur sehr wenige Personen.
  • Perspektivwechsel: Arbeiten Sie mit den Sichtweisen Ihres Gegenübers. Das, was Sie dort finden, muss Ihnen nicht gefallen, ist aber nun einmal die Meinung Ihres Gesprächspartners. Arbeiten Sie damit, statt Ihre Sichtweise erst einmal mit aller Gewalt durchzudrücken.  
  • Gestehen Sie Fehler ein: Aufrichtiges oder „strategisches Zugeben“ wirkt oft Wunder. Das strategische Zugeben (… ist aus Ihrer Sicht … nachvollziehbar) ist eine in Ansätzen manipulative Technik, wirkt aber ungemein gut, da ein Bedürfnis Ihres Gegenübers der Wunsch nach Anerkennung ist.  
  • Entscheiden lassen: Bieten Sie Ihrem Gegenüber 2-3 Möglichkeiten an, wie es in dem Gespräch weitergeht. Werben Sie für einen gemeinsamen Weg, formulieren aber auch deutlich, was passiert, wenn Ihr Gegenüber sich für eine weniger schöne Option entscheidet. Bei Gesprächen mit Ihrem Chef, sollten Sie mit dieser Technik vorsichtiger agieren. Wie gesagt, nicht jede Technik ist für alle Kontexte geeignet.
  • Abbruch: Wenn möglich, kann eine Gesprächssituation auch unterbrochen oder ganz abgebrochen werden. Das sollte nicht plump geschehen. Man könnte es mit einem taktisch klugen Satz einleiten, wie „Ich möchte mir Ihre Argumente in Ruhe durch den Kopf gehen lassen“.  Wie gesagt, ja nachdem wo und mit wem Sie sich im Gespräch befinden.
5 Menschen sitzen auf Stühlen, es gibt 2 Gruppen, sie unterhalten sich miteinander.
Grundregeln der Kommunikation werden oft unbewusst und dennoch zielsicher eingesetzt.

Kommunikation trainieren: Effektive Kommunikationstraining Übungen

Um kommunikative Techniken, Methoden oder Strategien im Alltag zu trainieren, denken Sie zunächst über folgende Fragen nach:  

  1. Was sind Ihre 3-5 besten, effektivsten Techniken im beruflichen und/oder im privaten Kontext?
  2. Was sind 1-2 Techniken oder Strategien, die Sie neu erlernen möchten?
  3. Was sind 1-2 Techniken oder Methoden, die Sie nicht mehr oder so selten wie möglich einsetzen möchten?

Möglichweise haben Sie beim Nachdenken bemerkt, dass es recht schwierig ist, die Good- aber auch Bad-Practice eindeutig zu benennen. Auf dieser Grundlage kommen wir jetzt zu Ihren persönlichen Trainingsaufgaben für eine nachhaltige Optimierung Ihrer Kommunikationskompetenz.

Werden Sie sich bewusst, welche Techniken oder Strategien sie bereits besonders gut beherrschen, und versuchen Sie diese ab sofort häufiger einzusetzen.

Trainieren Sie zunächst nur 1-3 neue Techniken. Nicht mehr! Denn es gilt die Regel: Sie können in einem Training sehr viel verstehen und mitnehmen. Aber, Sie müssen beim Erlernen und der Implementierung neuer Techniken und Strategien sprachliche „Gewohnheiten“ ändern. Leider haben Gewohnheiten eine Eigenart an sich, die Ihnen und uns nachhaltig zu schaffen macht: Gewohnheiten möchten sich nicht verändern! Daher streben Sie weniger gleichzeitige Veränderungen an, und nehmen sich mit weniger Techniken die Zeit, die ein Veränderungsprozess bei Ihnen benötigt. 

Wenn Sie es schaffen, ineffektive, suboptimale Techniken und Methoden (wie „Du-Botschaften“ oder „lauter“ werden), weniger häufig anwenden, dann haben Sie einen echten Zugewinn in Ihrer Kommunikation. 

Wenn Sie die o.g. Aufgaben zu Ihrer Zufriedenheit erledigt haben, dann können Sie sich den nächsten selbst gewählten oder vorgebende Kommunikationsaufgaben widmen. Ein Hinweis! Die Veränderung von zum Teil Jahrzehnten alten Gewohnheiten braucht Zeit. Bitte nehmen Sie sich diese auch und geben nicht zu schnell auf.

Video: Wie Sie unter Stress effektiv komunizieren

Dr. Matthias Wolter von Kompetenz Sieben (ehemals I-GSK) zeigt in dem Video, wie Sie unter Stress Ihre kommunikativen Kompetenzen abrufen können (und nicht HINTERHER) es besser wissen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Vorteile eines professionellen Kommunikationstrainings für Führungskräfte und Mitarbeitende

Ob Unternehmen in Kommunikationstrainings für Führungskräfte und Mitarbeiter investieren sollten ist eine berechtigte Frage. Als Anbieter eben dieser Trainings müssten wir mit einem klaren JA! antworten. Aber ganz so einfach wollen wir es uns nicht machen. Denn nur weil Mitarbeitende oder Führungskräfte an einem Training teilnehmen, heißt das noch lange nicht, dass das Unternehmen einen Mehrwert im Arbeitsalltag hat. Seit Beginn unserer Arbeit machen wir uns dazu Gedanken und scheuen auch nicht vor Selbstkritik zurück. Diese Überlegungen begleiten uns seit Jahren:

  • Sind die Teilnehmer freiwillig da? Nach unserer Erfahrung macht es einen großen Unterschied, ob sich Teilnehmer freiwillig anmelden oder sie angemeldet wurden. Das heißt nicht, dass es nicht auch sinnvoll ist, Mitarbeitenden zu einer Teilnahme zu verpflichten, es macht die Sache nur nicht immer einfach und die Trainer müssen sehr wertschätzend und motivierend mit diesen Teilnehmern umgehen.
  • Ist das Training stark theorielastig und/oder fern ab des Alltags der Mitarbeitende? Wir hören immer wieder, wie wichtig den Teilnehmern und auch der Geschäftsleitung die Praxisnähe ist. Es werden weniger häufig (eigentlich nie) sehr theoretische Inhalte aus der Kommunikationspsychologie gewünscht. Stattdessen konkrete Lösungsstrategien für die Fallbeispiele aus dem oft sehr fordernden Alltag der Teilnehmer.
  • Wie lange dauert das Training? Uns erreichen ab und an Anfragen, die ein Training für 2 Stunden möchten. In der Regel lehnen wir ab, da aus unserer Sicht mehr Zeit notwendig ist, um auf die oft zahlreichen Fragen der Teilnehmer fundiert zu antworten. Aus unserer Praxis hat sich die Trainingslänge bei 1-2 Tage eingependelt. Im Anschluss kann man auch mit kürzeren Einheiten (2-4 Stunden) arbeiten.
  • Ist ein einmaliges Trainingsangebot etwas für die Galerie oder soll es nachhaltig wirken? Viele Mitarbeitende haben es im Berufsalltag wirklich sehr schwer, sei es Ärzte in der Notaufnahme, Lehrer in vielen Schulen, Busfahrer oder Zugbegleiter, Mitarbeitende im Sozial- oder Ausländeramt, im Jobcenter, der Jugendhilfe oder Mitarbeitende in Supermärkten oder im Einzelhandel. Um die Teilnehmer in diesen schwierigen Arbeitslagen nachhaltig zu unterstützen, braucht es mehr Zeit und Kontinuität als alle 3-5 Jahre ein Training anzubieten. Kontinuität ist die Grundlage für eine nachhaltige Kompetenzentwicklung!  
  • Gibt es Ideen wie ein Training für die Teilnehmer und dem Unternehmen nachhaltig wirken kann? Der Besuch eines Trainings ist nur der Auftakt. Danach MUSS im Alltag das neu Gelernte trainiert werden. Es ist sinnvoll, dass die Führungskräfte dezidiert danach fragen und es bestenfalls strukturiert begleiten.
  • Wie gut sind die Trainer: innen? Wir glauben, dass es nicht immer reicht, etwas zum Thema „Kommunikation“ studiert oder sich entsprechend weitergebildet zu haben. Gewiss das ist hilfreich! Aber die Teilnehmer haben aus unserer Sicht ein feines Gespür dafür, ob Trainer Inhalte referieren oder ob sie diese Inhalte auch in schwierigen Situationen selbst beherrschen. Jeder im Raum muss spüren, „unser Referent/Dozent/Trainer weiß, wovon er spricht“.

Gute Gründe für ein Kommunikationstraining in Ihrem Unternehmen

Zu den o.g. Punkten kommen sicher noch einige weitere Aspekte dazu. Wenn es geschafft wurde, eine praxisnahe und teilnehmerorientierte Trainingsdidaktik zu entwickeln und anzubieten, dann sollten Unternehmen aus folgenden Gründen in Kommunikationstrainings für Führungskräfte und Mitarbeiter investieren.

  • Missverständnisse werden im Arbeitsalltag reduziert
  • Steigerung von Effizienz und Produktivität
  • Schnellere Entscheidungen
  • Verbesserte, effektive Teamarbeit, stärkere Teambeziehungen
  • Effizientere Meetings
  • Soziale Kompetenzen verbessern sich
  • Konflikte werden früher und schneller gelöst, weniger Reibungsverluste
  • Weniger Widerstand bei Veränderungsprozessen
  • Gesteigerte Mitarbeiterbindung
  • Schaffung einer transparentere Unternehmenskultur
  • Führungskräfte lernen ihr Team effektiv zu führen.
  • Höhere Motivation und Identifikation der Mitarbeitenden
  • Feedbackkultur und Mitarbeitergespräche verringern Frust und Intransparenz
  • Positive Unternehmensdarstellung nach außen und innen
  • Kundenzufriedenheit steigt
  • Effektivere Zusammenarbeit mit externen Partnern
6 unterschiedlich farbige Papierknöllchen liegen auf einem Tisch. Eines davon sieht aus wie eine Glühbirne und ist in der Luft.
Gemeinsames Lernen ist wunderbar! Zusammen lernen, machen und Erfolge feiern. Perfekt!

Kommunizieren lernen und Missverständnisse vermeiden

Was ist gute Kommunikation? Wie lernt man Kommunizieren? Wie verbessert man seine Kommunikationsfähigkeit? Das sind drei sehr gute Fragen, auf die wir bei Kompetenz Sieben keine 08/15-Antwort haben. Dafür ist die berufliche und auch private Welt zu unterschiedlich. Dennoch folgend ein Versuch, Ihnen auf die drei o.g. Fragen praxisnahe Antworten zu geben:

  • Gute Kommunikation geschieht dann, wenn die Art und Weise wie Sie kommunizieren zu der aktuellen Situation passt: Zum Gesprächsanlass und Thema (möglicherweise gab es eine Vorgeschichte), Ihren Gesprächspartnern, ob es sich um ein Gespräch, Konflikt oder eine Eskalation handelt. Ort und Zeit können Einfluss nehmen. Sie sind hungrig oder müde. Sie bekommen massig Lob oder heftige Kritik ab, und so weiter.  
  • Kommunizieren lernt man nur, indem Sie trainieren, bestenfalls täglich in Ihren Alltagsituationen. Geben Sie sich nicht zu viele Aufgaben (weniger ist dann wirklich mehr) und geben Sie nicht zu schnell auf. Feiern Sie sich, wenn es besser wird. Holen Sie sich Feedback aus Ihrer beruflichen oder privaten Umwelt. Definieren Sie Lernziele, die realistisch und für Sie umsetzbar sind.  
  • Eine Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit setzt ein, wenn Sie zuvor eine Kommunikationsinventur vorgenommen haben. Was sind Ihre kommunikativen Baustellen? Sie werden feststellen, dass es gar nicht so viele sein werden. Auf diese gilt es sich zu konzentrieren und andere, vielleicht bessere Kommunikationstechniken – und strategien, zu verwenden und zu trainieren.

Wie können Sie bei Kompetenz Sieben Ihre Kommunikationsfähigkeit verbessern?

Alternative Kommunikationstechniken, weitere Tipps zum Ändern von kommunikativen Gewohnheiten und Gesprächstools, die helfen, geeignete Techniken aus dem kommunikativen Methodenkoffer zu wählen, erhalten Sie bei uns, bei Kompetenz Sieben. Mehr zum Thema finden Sie auf unserer Seite Kommunikationstraining.

Seit 23 Jahren denken wir praxisorientiert über effektive Kommunikation nach. Gerne geben wir unser Praxiswissen an Sie weiter. Wir würden uns über eine unverbindliche Kontaktaufnahme freuen.

Gut sein, wenn es darauf ankommt!

Praxisnah, direkt umsetzbar und mit Trainern und Trainerinnen, die wissen, wovon sie sprechen.

Erfahren Sie mehr über Inhalte, Ablauf und Formate unseres Trainings für eine effektive Kommunikation (auch unter Stress funktioniert).

Mehr zur Kommunikationsfähigkeit erfahren


Häufige Fragen zum Thema Kommunikationsfähigkeit

Effektive Kommunikationstechniken orientieren sich zunächst an dem Motiv, dem Ziel oder Bedürfnis Ihres Gesprächs- oder Konfliktpartners. Nur wenn Sie eine Idee davon haben, aus welchem Grund Ihr Gegenüber mit Ihnen kommuniziert, können Sie effektive und passende Techniken und Strategien aus Ihrem kommunikativen Methodenkoffer entnehmen.
Aktives Zuhören heißt nicht, ruhig zu sein und anderen diszipliniert bei einem Monolog zuzuhören. Es kommt auf das „Aktiv“ an, der gezielte Einsatz der nonverbalen Kommunikation, dem Zusammenfassen von Aussagen oder dem Spiegeln. Auch das verständnisvolle Nicken hat oft eine eindrucksvolle Wirkung. Daher kann Aktives Zuhören sehr helfen, Gesprächsverläufe positiv zu beeinflussen und Ihrem Gegenüber dadurch Bedeutung und Wertschätzung zuteil kommen zu lassen.
Es sind Gesprächs- Konflikt- und Verhandlungssituationen, in denen man mit herkömmlichen Kommunikationsstrategien an seine Grenzen kommt. Vor allem dann, wenn bei sich selbst, durch innere oder externe Faktoren wie Erwartungs- oder Handlungsdruck, eine massive Stressbelastung vorherrscht. Es bedarf effektiver Selbstkontrolle und Impulsregulation unter diesen Bedingungen rational geleitete Gespräche führen zu können.
Schwierige Gespräche sind oft gekennzeichnet durch Stress und Emotionen, die bis hin zu emotionalen Ausbrüchen oder totaler Verweigerung reichen können. In diesen Gesprächssituationen ist es besonders wichtig und hilfreich, möglichst schnell die Stressauslöser zu neutralisieren und negativen Emotionen zu reduzieren.
Grundlage für Souveränität in emotionalen Situationen ist die Fähigkeit zur Selbstkontrolle. Diese Kompetenz bedingt, dass man sich selbst sehr gut kennt, denn man kann nur das steuern, was bekannt ist. Strategien wie Rationalisierung oder „Professionelle Langsamkeit“ erweitern Ihre Handlungsoptionen in emotionalen Situationen. Viele weitere Informationen dazu finden sie in unserem Trainingsmodul „Selbstkontrolle“ oder unter folgenden in unserem Video „Erkennen Sie Ihre Stressauslöser in Konflikten oder Eskalationen“.
Eine gelingende Kommunikation zeigt sich, wenn Sie und Ihr Gesprächspartner zu annährend oder gleichen Ergebnissen oder Bewertungen kommen. Leider ist das nicht immer so. Sehr schnell geht es dann darum, wer RECHT und wer UNRECHT hat. Daher ist es so wichtig, die Unterschiedlichkeit der Personen anzuerkennen (weil es nun einmal so ist), um dann auf dieser Basis nach Lösungs- und Kompromisslinien zu suchen.
Diese Frage kann man nicht mit Ja beantworten. Es ist u.a. davon abhängig, was jemand sagt, wie und wann jemand etwas sagt, in welcher Gesprächssituation usw. Hüten Sie sich vor Lösungen, die „immer funktionieren!“ Es ist eher sinnvoll sich einen kommunikativen Methodensack zuzulegen und die Techniken einzusetzen, die in einer aktuellen Situation sinnhaft sind.

Ihr Feedback freut uns!

Wenn Ihnen dieser (wie immer viel zu kurze oder zu oberflächliche) Meinungsblog gefallen oder auch nicht gefallen hat, schreiben Sie mir gerne ein Feedback. Auch wenn Sie Anregungen für einen neuen Blog haben, freue ich mich über Ihre Zuschriften an wolter@kompetenz-sieben.de.

Bildquellen

Kommunikation-Non-Verbal: 46733765-2013 ©Sonja Janson

Zwei Köpfe: Kommunikation-Differenzen-49338239-2013 ©Sangoiri

Menschen im Raum: 2018-166213208 ©sebra – stock.adobe.com

Idee: 2018-AdobeStock_57183764-©alphaspirit – stock.adobe.com

Hund & Katze: DenGuy / iStock